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Great War

Großes Hauptquartier, 28. Dezember. Westlicher Kriegsschauplatz:
Bei Nieuport erneuerte der Feind seine Angriffsversuche ohne jeden Erfolg; er wurde dabei durch Feuer vom Meere her unterstützt , das uns keinerlei Schaden tat, dagegen einige Bewohner von Westende tötete und verletzte. Auch ein Angriff des Feindes gegen das Gehöft St. Georges, das er in seinen offiziellen Mitteilungen als in seinen Händen befindlich bezeichnet hat, scheiterte. Südlich Ypern wurde von uns ein feindlicher Schützengraben genommen, wobei einige Dutzend Gefangene in unsere Hände fielen. Mehrfache stärkere Angriffe des Gegners in der Gegend nordwestlich Arras wurden abgewiesen. Südöstlich Verdun wiederholte der Feind seine Angriffe, ebenfalls ohne jeden Erfolg. Das gleiche war der Fall bei seiner Absicht, die gestern umstrittene Höhe westlich Sennheim zurückzugewinnen.
***
Seit Tagen herrscht Ruhe an der Front. Auch heute wurde nicht geschossen.

Statt dessen fand Gesundheitsbesichtigung, oder wie es in der Soldatensprache heißt: “…..-Parade!” statt – eine Einrichtung die selbst im Zivilleben oft Gutes wirken könnte.

Die beiden Geschütze der kombinierten Batterie K. In La Bassée sind in ihre alte Stellung zurückgekehrt.
***

Östlicher Kriegsschauplatz:
In Ostpreußen und Polen nördlich der Weichsel nichts Neues. Auf linkem Weichselufer entwickeln sich unsere Angriffe trotz sehr ungünstigen Wetters weiter.
Oberste Heeresleitung.

Wien, 28. Dezember, mittags. Amtlich wird verlautbart:
Nördlich des Dukla-Passes wichen unsere Truppen dem Angriff der Russen in Stellungen näher am Karpathenkamm aus. Zwischen Biala und Dunajec, im Raume nordöstlich Zakliczyn, wurden sehr heftige Angriffe des Feindes abgewiesen. Sonst hat sich auf dem nordöstlichen Kriegsschauplatz an unserer Front nichts Wesentliches ereignet.

Im Süden herrscht, von einigen Grenzplänkeleien abgesehen, vollkommene Ruhe. Die Serben sprengten wieder die Semliner Brücke.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v. Hoefer, Generalmajor.

Paris, 28. Dezember (Priv.-Tel.)
Die sozialdemokratische Partei in Frankreich hat ein Manifest ausgesandt, in dem die deutsche Sozialdemokratie erwähnt und Liebknechts Haltung als heldenmütig bezeichnet wird. Es heißt in der Kundgebung: “Wir wissen, daß viele Herzen in Deutschland bluten, nachdem das Kaiserreich den ungerechten, verbrecherischen Krieg erklärt hat. Wir wissen, für welche Zukunft wir kämpfen. Wir wollen den Kampf für Frankreichs Unabhängigkeit und Einheit fortsetzen; wir kämpfen für Elsass- Lothringen, für das Völkerrecht gegen den Preußischen Imperialismus: wir kämpfen dafür, daß dieser Krieg der letzte werden möge, und für einen andauenden Frieden, nach welchem das Proletariat befreit von den ungeheuren Lasten der Rüstungen erleichtert aufatmen wird.” Die Pariser Presse kommentiert mit großer Genugtuung das Sozialdemokratische Manifest Der “Temps” schreibt, daß die Bestrebungen der Sozialdemokratie, die nationale Disziplin zu stützen, sehr anerkennenswert seien; die Sozialdemokratischen Minister Sembat und Guesde seien ebenso eifrig wie ihre Regierungskollegen in der Arbeit für die nationale Verteidigung gewesen.

London, 28. Dezember. (W.B.)
In dem Bericht der englischen Admiralität über den Angriff auf die deutsche Nordseeküste heißt es: Drei englische Flieger kamen auf Tauch-Booten, die ihnen Beistand leisteten, zurück. Ihre Flugzeuge waren gesunken. Ein Flieger wird vermißt. Sein Flugzeug wurde zwölf Kilometer von Helgoland als Wrack gesehen. Sein Los ist unbekannt.

Amsterdam, 28. Dezember. (Priv.-Tel.) Reuter meldet aus London:
Die Admiralität teilt folgendes mit: Am 25. Dezember wurden die deutschen Kriegsschiffe, die im Hafen von Cuxhafen liegen, durch sieben englische Hydroplane angegriffen. Der Angriff begann bei Anbruch des Tages an einem Punkte in der Nähe von Helgoland. Die Flugzeuge wurden durch leichte Kreuzer, Torpedoboote und Unterseeboote begleitet. Sobald die Deutschen auf Helgoland die britischen Schiffe sahen, gingen zwei Zeppeline, drei oder vier Hydroplane und verschiedene Unterseeboote zum Angriff über. Ein Seegefecht entstand zwischen den modernsten Kreuzern auf der einen Seite und den feindlichen Luftstreitkräften auf der anderen Seite. Man konnte den Unterseebooten entgehen und zwei Zeppeline bequem durch das Feuer der Geschütze der “Undaunted” und der “Arethusa” in die Flucht treiben. Die beiden Schiffe blieben drei Stunden vor der feindlichen Küste, ohne daß sie durch gewöhnliche Kriegsschiffe belästigt wurden Sie nahmen dann ungehindert drei von den sieben Fliegern mit ihren Flugmaschinen wieder an Bord: drei andere wurden später durch englische Unterseeboote zurückgebracht, die die Maschinen aus dem Wasser aufnahmen. Ein Flieger, der augenscheinlich verwundet war, wurde acht Meilen von Helgoland ohne Maschine beobachtet, man weiß nicht, was aus ihm geworden ist. Der durch die englischen Flieger angerichtete Schaden konnte nicht untersucht werden, aber ihre Bomben wurden auf Punkte geworfen, die militärische Bedeutung haben.

Die Admiralität teilt ferner mit, daß die Deutschen Angriffe mit zwei Zeppelinen, drei Hydroplanen und verschiedenen Unterseebooten unternahmen. Alle deutschen Bomben verfehlten ihr Ziel, - heißt es in dem englischen Bericht.


Die USA überreichen der britischen Regierung eine Protestnote, in der sie auf die Behinderung der Handelsschiffahrt auch neutraler Staaten durch die britische Flotte hinweisen. Großbritannien hatte am 2. November die gesamte Nordsee zum Kriegsgebiet erklärt. Britische Zeitungen werten die Note als Zeichen einer deutlichen Verstimmung zwischen beiden Staaten.
In verschiedenen Reden zum Jahresende plädiert das sozialdemokratische Vorstandsmitglied Philipp Scheidemann für einen annexionslosen Verständigungsfrieden im Weltkrieg. Scheidemann stellt sich damit gegen die bürgerlichen Reichstagsparteien und die deutsche Reichsregierung, die erhebliche territoriale Kompensationen von den Kriegsgegnern fordern. Innerhalb der SPD unterstützt Scheidemann die sog. Burgfriedenspolitik.
Monday, 28 December 1914
Village of St. Georges, near Nieuport, recovered by the Belgians and French.

Poland: Germans in retreat; entrench west of Bzura. Germans before Warsaw retired from Bzura-Ravka line.
German 2nd Cavalry Corps broken up; General von der Marwitz to command XXXVIIIth Reserve Corps.
Turks withdrew from Sarikamish (Caucasus). Armenia: Turks repulsed from Sarikamish; they begin a disastrous retreat.

Montenegrins repel Austrians at Grahovo.

Sir J French proposed amalgamation of British and Belgian armies; this proposal fell through.

End of organised rebellion in South Africa

North Sea: Drifting German mines destroy eight vessels.
French submarine Curie captured by Austrians near Pola (Adriatic).
British ss Hemisphere (3,486 tons) sunk by German AMC Kronpriz Wilhelm 400 miles NE from Pernambuco.
Hemisphere (UK): The cargo ship was captured in the Atlantic Ocean 400 nautical miles (740 km) north east of Pernambuco, Brazil by SMS Kronprinz Wilhelm (Kaiserliche Marine). She was scuttled on 8 January 1915.
Admiral Burney resumed command of 1st Battle Squadron.
New British 2nd Light Cruiser Squadron formed; Falmouth (F Admiral Napier), Gloucester, Yarmouth and Dartmouth.
Two U-Boats sighted off the Tay.

British “Military Cross” instituted.

Londoners warned to take refuge in basements in case of air attacks.

On December 28, the Russians held by the XI Corps at Horasan. The IX Corps were at Sarıkamış. The X Corps were threatening to pierce the Russian front along the Kars railway to the east. The Stange regiment was descending upon Ardahan 60 miles to the northeast. Enver’s operational plan was looking successful on paper.

However, the Ottoman forces were worn out, half starved, and short of guns and ammunition. They had no hope of reaching their objective on time. Enver thought that the Russians were retreating to Kars. It was actually an encircling movement.

Части 11 к 3 А (тур.) вышли к пп. Екиней и Башкей в 30км западнее г. Сарыкамыш, где были остановлены Сарыкамышским отрядом ген. Берхмана.

15-го декабря (28 декабря). Понедельник.
Дневник Николая
  Так заспался, что еле поспел к 10-часовому докладу. Потом читал до 12 ч. Завтракали Николай, Андрей и четыре иностранных генерала, также и генерал Саввич — командир 4-го Сибирского корпуса. Сделал хорошую прогулку через поля и леса. После чая поехал в здешний кинематограф. Обедал Безобразов; назначил его генерал-адъютантом. Вечером поиграл в кости.

Дневник в.к. Романова А.В.
  Понедельник В 11 ¾ [ч.] Николай Михайлович и я, мы поехали к завтраку в поезд Ники. За столом было 26 персон. После завтрака Ники позвал меня к себе и передал поручение объехать I, II и V армии и благодарить по корпусам всех за службу. Государь приказал благодарить в следующих выражениях: «Горячее спасибо за доблестную боевую службу». Для выполнения этого поручения надо попасть в штаб корпуса, а ежели возможно, то и в части, где это представится возможным. В X армию будет командирован Георгий Михайлович, в IV и IX — Николай Михайлович, а на юг — Петя Ольденбургский.
  В 5 [ч.] мы выехали обратно в Седлец.
  По возвращении в Седлец генерал Рузский, которому я передал о полученном мною высочайшем поручении, просил меня собрать по дороге сведения по артиллерии.

Georges Maurice Paléologue
В русском общественном мнении всё более вырисовываются два течения: одно – уносящееся к светлым горизонтам, к волшебным победам, к Константинополю, к Фракии, Армении, Трапезунду, к Персии.., другое – останавливающееся перед непреодолимым препятствием германской скалы и возвращающееся к мрачным перспективам, достигая пессимизма, чувства безсилия и покорности Провидению.

Что чрезвычайно любопытно, это то, что оба течения часто сосуществуют или, по крайней мере, сменяются у одного и того же лица, как если бы они оба удовлетворяли двум наиболее заметным склонностям русской души: к мечте и разочарованию.


15 декабря Ив. Бунин пишет А.А. Измайлову, предложившему дать несколько слов о предстоящем Рождестве для «Биржевых ведомостей»: «Твёрдо знаю, что нынешнее Рождество может быть не последним кровавым Рождеством, знаю, что человечество живёт ещё Ветхим заветом, что люди ещё слишком звери,— теперь это доказано с небывалой, ужасающей очевидностью… Не могу позволить себе с лёгким духом пророчествовать о судьбах мира, где за последнее столетие всё же совершаются беспримерные в истории политические, социальные и научные катастрофы» (В. Л., 1969, № 7, с. 192)
Tags: coca-cola, competition crusade, crime, crony capitalism, history, holy war, marxism, russian question, war economy, Двуглавый, былое и думы, гейжопа, их нравы, против человечества
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promo flitched9000 april 27, 2013 20:19 5
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