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Great War

Großes Hauptquartier, 31. Dezember, vormittags. Westlicher Kriegsschauplatz:
An der Küste war im allgemeinen Ruhe. Der Feind legte sein Artilleriefeuer auf Westende-Bad, zerstörte einen Teil der Häuser, ohne militärischen Schaden anzurichten In der von uns gesprengten Alger Auberge Ferme, südöstlich Reims, wurde eine ganze französische Kompanie vernichtet. Starke französische Angriffe nördlich des Lagers von Chalons wurden überall abgewiesen. Im westlichen Teil der Argonnen gewannen unsere Truppen unter Fortnahme mehrerer hintereinander liegender Gräben und Gefangennahme von über 250 Franzosen erheblich Boden. In der Gegend Flirey nördlich Toul scheiterten französische Angriffsversuche. Im Oberelsaß in der Gegend westlich Sennheim brachen sämtliche Angriffe der Franzosen in unserem Feuer zusammen. Systematisch schossen sie Haus für Haus des von uns besetzten Dorfes Steinbach in Trümmer. Unsere Verluste sind aber gering.
Oberste Heeresleitung.
***

Wir schießen nicht.

Gegen Abend wird eine Fernsprechleitung zur alten, weiter vorn liegenden Beobachtung gelegt, um von dort Schützengräben unter Feuer nehmen zu können.

Die Erde ist durch den Regen überall aufgeweicht, so dass wir kaum vorwärts kommen. Außerdem klingt uns gar bald wieder das liebliche “peng – peng – peng” der Maschinengewehre um die Ohren. Einige dieser englischen Banditen haben uns bemerkt und möchten uns gern noch zum Jahresende ein paar blaue Bohnen aufbrennen. Ihr Drang nach Rache bleibt jedoch unerfüllt. Unversehrt landen wir wieder in unserem Heim.

Bisher habe ich fast regelmäßig erwähnt, wann ich mein müdes Haupt zur Ruhe legte. Heute bin ich beider Sorgen – nämlich des Erwähnends und des Legens – enthoben, denn heute ist ja …Silvester!
***
Wien, 31. Dezember. Amtlich wird bekanntgeben:
Gestern entwickelten die Russen in der Bukowina und in den Karpathen eine lebhaftere Tätigkeit. Unsere Truppen halten am Suczawa-Flusse, im oberen Gebiet des Czernemosz, weiter westlich und auf den Kammhöhen der Karpathen, dann im Nagy-Ag-Tale bei Ökörmezö, wo gestern wieder ein Angriff des Feindes unter schweren Verlusten scheiterte, endlich im oberen Gebiet der Latorcza und nördlich des Uzsoker Passes. Nördlich dieses Passes hat der Gegner, der seine Vorrückung hier einstellte, keinen Karpathenübergang in Händen.

Im Raume von Gorlice und nordöstlich Zakliczyn wurden die Gefechte auch in der vergangenen Nacht fortgesetzt. Heftige Angriffe der Russen wurden überall abgewiesen.

An der Nida herrschte Ruhe; weiter nordwärts schreitet der Angriff der Verbündeten fort. Vor Przemysl wurden russische Patrouillen in österreichisch-ungarischen Uniformen festgestellt. Offiziere und Mannschaften des Feindes, die sich dieser unzulässigen Kriegslist bedienen, haben auf die Begünstigung der internationalen Gesetze und Gebräuche im Kriege keinen Anspruch.

Die Ruhe auf dem Balkankriegsschauplatz hält an. Östlich Trebinje zwang unsere Artillerie die Montenegriner nach mehrstündigem Geschützkampfe zum Rückzuge.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v. Hoefer, Generalmajor.

Großes Hauptquartier, 31. Dezember. (W.B. Amtlich.)
Der Kaiser hat folgende Kundgebung erlassen: [Дресня и блудословие о величии и проч., проч., проч. К “новым пабдам!”]
Wien, 31. Dezember. (Priv.-Tel.) Der Kaiser erließ folgenden Armee- und Flottenbefehl: [А ентому старому пердуну совсем нечем похвалиться, окромя кучи хероически сдохших пёсиков.]

Berlin, 31. Dezember. (W.B.)
Aus dem Großen Hauptquartier erfahren wir, daß unsere in Polen kämpfenden Truppen bei der an die Kämpfe bei Lodz und Lowicz anschließenden Verfolgung über 56000 Gefangene gemacht und viele Geschütze und Maschinengewehre erbeutet haben. Die Gesamtbeute unserer am 11. November in Polen einsetzenden Offensive ist somit auf 136600 Gefangene, über 100 Geschütze und über 300 Maschinengewehre gestiegen.
Berlin, 31. Dezember. (W.B. Amtlich.)
Die Gesamtzahl der bei Jahresschluß in Deutschland befindlichen und internierten Kriegsgefangenen (keine Zivilgefangenen) beträgt 8138 Offiziere und 577 875 Mann. In dieser Zahl sind ein Teil der bei der Verfolgung in Russisch-Polen gemachten sowie alle noch im Abtransport befindlichen Gefangenen noch nicht enhalten. Die Gesamtzahl setzt sich folgendermaßen zusammen:
Franzosen: 3459 Offiziere, 215905 Mann, darunter 7 Generäle;
Russen: 3575 Offiziere, 306294 Mann, darunter 18 Generäle;
Belgier: 612 Offiziere, 36852 Mann, darunter 3 Generäle;
Engländer: 492 Offiziere, 18824 Mann.

Die über Kopenhagen verbreitete, angeblich von dem russischen Kriegsminister stammende Meldung, daß in Rußland 1140 Offiziere und 134700 Mann deutsche Kriegsgefangene sich befänden, ist irreführend. Die Russen zählen in die Gesamtzahl die Zivilgefangenen hinein, die zu Kriegsbeginn zurückgehalten und interniert worden sind. Die Kriegsgefangenen sind auf allerhöchstens 15 Prozent der angegebenen Summe zu veranschlagen. Hierbei ist zu beachten, daß ein großer Teil auch dieser Gefangenen verwundet in die Hände der Russen gefallen ist.

 [Ещё один признак поражения колбасы гороховой:]
Die preußische Regierung beschließt in Berlin, sozialdemokratischen Parteimitgliedern im Fall ihrer Wahl in öffentliche Ämter die staatliche Bestätigung nicht mehr vorzuenthalten. Mit diesem vom preußischen Innenminister Friedrich Wilhelm von Loebell am 6. Januar 1915 verkündeten Erlass rückt die Regierung von ihrer bisherigen Praxis ab, die als Staatsfeinde betrachteten Sozialdemokraten nicht in den öffentlichen Dienst zu übernehmen. Die Regelung ist Teil einer Umorientierung der deutschen Innenpolitik.

In einem gemeinsam erarbeiteten Gutachten stellen der deutsche Innenminister Clemens Delbrück und der stellvertretende Außenminister Arthur Zimmermann in Berlin ein Programm zur militärischen und wirtschaftlichen Beherrschung des von deutschen Truppen besetzten Belgien vor. Gleichzeitig warnen sie vor den unübersehbaren politischen Konsequenzen einer Annexion Belgiens.

Im Dezember des Jahres 1914 war es laut den Wetteraufzeichnungen erheblich zu warm (Abweichung: +2.8 °C).
Thursday, 31 December 1914
Artillery duels on whole front from Yser to Verdun; especially round St. Georges, La Bassee, Roye and Verdun. French recover part of Steinbach (Alsace). Prussian losses to date, 753,000.
Poland and Galicia: Austro-German retreat. Hungary: Once more raided over the Passes.
Serbia: Preparations to meet new Austrian invasion.
Egypt: Preparations to meet expected Turkish attack complete.
Flight-Commander Hewlett landed at Ymuiden, having been picked up by Dutch trawler after Cuxhaven raid (25-xii.-14).
Uniion Government appealed for men for SW African campaign.
***
By the end of 1914 about 24 TF Battalions had joined BEF in France.
During December…
U5 was posted lost; probably mined off Zeebrugge.
no British merchantmen were sunk by U-Boat.
General Seely assumed command of Canadian Cavalry Brigade.
***
On December 31, the IX Corps was bogged down in the woods outside Sarıkamış and had been reduced to some 2,500 men and 14 artillery guns and machine guns. On the same night news arrived to headquarters from Bardız: The 32nd Division had abandoned its positions to the Russians. This meant that the Barduz and Kızılkilise roads were now in Russian hands. The Ottoman forces were inside a semicircle. Enver refused to lose momentum, and ordered his units to continue with the plan.

Контрнаступление Сарыкамышского отряда Кавказской А против 9 и 10 к 3 А (тур.) из г. Сарыкамыш и п. Селим на п. Бардуз.

Daito Maru No.2 (Japan): The cargo ship foundered in the East China Sea off Port Hamilton, Korea with the loss of 24 of her 32 crew.
 Jean (France): The barque was set afire and sunk 1.5 nautical miles (2.8 km) off Easter Island by SMS Prinz Eitel Friedrich (Kaiserliche Marine).
 Manja Maru (Japan): The cargo ship collided with Tosan Maru at Tokyo and sank

18-го декабря (31 декабря). Четверг.
Дневник Николая
  В 9 час. отправился в моторе за город на отличное поле, где сделал смотр 2-й гвар. пех. дивизии с её артиллерией и Атаманскому полку, во главе кот. видел Бориса. После обхода фронта роздал георгиевские кресты. Затем георг. кавалеры прошли церем. маршем. Обошёл полки между ротами и благодарил их за доблестную боевую службу, 2-я дивизия сильно пострадала в боях и ещё не вполне укомплектована.
  День стоял тёплый, как вчерашний. Уехал из Седлеца в 12.30 чрезвычайно довольный. Завтракал с гвар. начальством. Сидел с Борисом до Бреста; там они все вышли из поезда. Продолжал путь на восток домой. Читал бумаги. Вечером играл в кости.

Georges Maurice Paléologue
… …сегодня днём я имел долгий и откровенный разговор со швейцарским посланником, во время которого обмен нашими сведениями, встреча наших мыслей, разница в наших точках зрения немного расширили мои перспективы. У него ясный, точный ум, соединяющийся с большим опытом, и острое чувство действительности. Наше заключение было таково, что Германия впала в тяжёлое заблуждение, думая, что война кончится быстро; что борьба будет очень долгой, очень длительной и что окончательная победа достанется наиболее упорному. Война становится войной на истощение и, увы, неизбежно, – на истощение полное: истощение пищевых запасов, истощение орудий и инструментов для промышленного производства, истощение человеческого материала, истощение моральных сил. И ясно, что именно эти последние получают решающее значение в последний час.

Colonel Jacob Ruppert & Cap Huston purchase NY Yankees for $460,000. // Col Jacob Ruppert & Col Tillinghast Huston purchase Yanks for $460,000 [Jan. 11 1915]
Tags: coca-cola, competition crusade, crime, crony capitalism, history, involution, marxism, useful idiots, war economy, Двуглавый, гейжопа, колбасники, против человечества
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promo flitched9000 april 27, 2013 20:19 5
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