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Great War

HMT The Banyers (RN): The naval trawler struck a mine and sank in the North Sea off Scarborough, Yorkshire with the loss of six of her crew.

Berlin, 6. Januar. (Priv.-Tel.)
In der letzten Zeit brachten die Zeitungen mehrfach Schilderungen von friedlichen Annäherungsversuchen zwischen den Schützengräben der Deutschen und der Franzosen. Wie die “Tägliche Rundschau” mitteilt, ist durch Armeebefehl vom 29. Dezember das Fraternisieren und überhaupt jede Annäherung an den Feind im Schützengraben verboten und jede Zuwiderhandlung wird in Zukunft als Landesverrat bestraft.


Berlin, 6. Januar. (W.B.)
Der “Reichsanzeiger” schreibt:
König Ludwig von Bayern vollendet am 7. Januar sein 70. Lebensjahr. Überall in Deutschland werden dieser Königs-Geburtstagsfeier die Empfindungen herzlicher Verehrung und Dankbarkeit entgegengebracht. Sie gelten einem Herrscher, der in dieser ernsten Schicksalszeit für unser Volk seine kerndeutsche Gesinnung herzlich bewährt hat. Als England ohne Bündnispflicht in dem Wahn eines raschen Vernichtungskampfes gegen das Deutsche Reich uns den Krieg erklärte, sprach König Ludwig die denkwürdigen Worte:

“Ein Feind mehr, ein Grund mehr, uns zusammenzuschließen.” Endgültig waren gewisse Hoffnungen der Gegner zerstört, die geglaubt hatten, in dem großen Ringen um die deutsche Zukunft werde sich eine Spaltung zwischen Nord und Süd herbeiführen lassen. Für die eherne Geschlossenheit, in der Deutschlands Fürsten mit ihren Völkern den Feinden gegenüberstehen, ist diese Haltung König Ludwigs vorbildlich gewesen Sein Herz gehört dem Sieg der deutschen Sache. Wiederholt hat er die bayerischen Truppen, an deren Spitze sein Sohn, Kronprinz Rupprecht, der Sieger in der großen Schlacht bei Metz, steht, im Felde besucht und sich überzeugen können, daß Bayerns tapfere Söhne der Schrecken der Feinde und der Stolz des deutschen Heeres sind. Alle seine Kundgebungen atmen die unerschütterliche Zuversicht auf einen für Deutschland ehrenvollen Ausgang des gewaltigen Krieges. So ist der würdige König “im Silberhaar, treu und hochgesinnt” dem Kaiser in schwerer Zeit an die Seite getreten. Dafür danken ihm zu seinem Ehrentage alle Deutschen mit herzlichen Wünschen für eine lange gesegnete Führung seines Königtums.

Großes Hauptquartier, 6. Januar.
Westlicher Kriegsschauplatz:
Die Franzosen setzten gestern die planmäßige Beschießung der Orte hinter unserer Front fort. Ob sie damit ihre eigenen Landsleute obdachlos machen oder töten, scheint ihnen gleichgültig zu sein, uns schadet die Beschießung wenig.
***
Besuch durch den Divisiöner.
Der Feind schießt nach Le Maisnil. Wir sparen unsere Munition für bessere Tage auf.
Mittags wird unsere Batterie- und Beobachtungsstelle vom kommandierenden General Cl. besichtigt. — Alles in bester Ordnung!
***
Bei Souain und im Argonner Walde bemächtigten wir uns mehrerer feindlicher Schützengräben, schlugen verschiedene feindliche Angriffe zurück, machten zwei französische Offiziere und über zweihundert Mann zu Gefangenen. Auf der vielumstrittenen Höhe westlich Sennheim faßten die Franzosen gestern früh erneut Fuß, wurden aber mit kräftigem Bajonettangriff wieder von der Höhe geworfen und wagten keine neuen Vorstöße. Fünfzig Alpenjäger wurden von uns gefangen genommen.
Östlicher Kriegsschauplatz:
An der Ostgrenze und im nördlichen Polen auch gestern keine Veränderung.
In Polen westlich der Weichsel stießen unsere Truppen nach Fortnahme mehrerer feindlicher Stützpunkte bis zum Suchaabschnitt durch. 1400 Gefangene und neun Maschinengewehre blieben in unserer Hand.
Auf dem östlichen Pilicaufer ist die Lage unverändert.
Oberste Heeresleitung.

Wien, 6. Januar. Amtlich wird verlautbart:
Die nun schon mehrere Monate mit wechselndem Erfolg geführten Gefechte im karpathischen Waldgebirge dauern an; sie charakterisieren sich als Unternehmungen kleineren Stiles in oft weitgetrennten, einsamen Tälern. In den letzten Tagen durch Eintreffen von Ergänzungen verstärkt, versucht der Feind, in einzelnen Flußoberläufen durch Vorstöße Raum zu gewinnen. Westlich des Uzsoker Passes und in den Ostbeskiden herrscht Ruhe. An der Front nördlich und südlich der Weichsel gestern Geschützkampf.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v. Hoefer, Feldmarschalleutnant.

Konstantinopel, 6. Januar. (W.B.) Der türkische Generalstab macht bekannt:
Gestern kam es im Schwarzen Meer bei Sinope zu einem Zusammentreffen zwischen zwei türkischen Kreuzern und einem aus siebzehn Einheiten zusammengesetzten russischen Geschwader. Einzelheiten fehlen noch. Auf jeden Fall vermochte der Feind trotz seiner numerischen Überlegenheit nicht unsere Schiffe zu beschädigen.
Nach heute angelangten Nachrichten errangen unsere Truppen im Verein mit den verbündeten Stämmen in Aserbeidschan noch weitere Erfolge außer dem Sieg bei Miandoab. Die Russen verloren auf ihrem Rückzuge zwei Geschütze und zahlreiche Gefangene. Südlich Miandoab schlug eine andere türkische Kolonne den Feind und erbeutete eine beträchtliche Menge von Waffen und Munition.
Mitteilung des Großen Generalstabes:
Unsere aus der Richtung Sowai und Bagirgue vorrückenden Truppen haben Urmia, einen wichtigen Stützpunkt der Russen, besetzt.
Nach dem unentschiedenen Seegefecht, das gestern zwischen der russischen Flotte und türkischen Kreuzern stattfand, hat die russische Flotte ein italienisches Kauffahrteischiff in Grund gebohrt, obwohl es seine Flagge gehißt hatte.

Das türkische Nachrichtenbureau berichtet über die jüngsten Kämpfe in Aserbeidschan. Danach stießen die türkischen Truppen, durch persische Stämme verstärkt, am 28. Dezember in der Gegend von Miandoab auf eine russische Kolonne, die aus 4000 Mann Infanterie, 300 Kosaken und Artillerie bestand, die durch Anhänger Sejd-e-Daulehs verstärkt war und die Dörfer der Umgegend plünderte. Die Russen wurden vollständig geschlagen. Sie hatten über 200 Tote. Die Türken und Perser hatten sechs Tote und einige Verwundete. In einem anderen Kampfe in der Gegend von Urmia wurden zwei Parteigänger Sejd-e-Daulehs, darunter der berüchtigte Baghir Khan, gefangen genommen und 100 russische Reiter getötet.

Kapstadt, 6. Januar.
Zwei deutsche Flieger erschienen über dem englischen Lager bei Lüderitzbucht und warfen einige Bomben ab.

Mittwoch. Im Deutschen Reich wird ein Armeebefehl veröffentlicht, wonach jede Annäherung an den Feind im Schützengraben verboten ist und als Landesverrat bestraft wird. In der Presse war zuvor wiederholt von Verbrüderungen zwischen Deutschen und Franzosen an den Weihnachtstagen berichtet worden.

French occupy woods north of Altkirch (Alsace). Kämpfe um Höhe 425 westlich Sennheim (Oberelsaß).
Russian forces occupied Kimpolung in Bukovina, reaching the Hungarian frontier. Die österreichisch-ungarischen Sicherungstruppen aus dem Karpatenvorland der südlichen Bukowina zurückgenommen.
In the Black Sea, Russian warships lightly damaged the Turkish cruiser Hamidiye southeast of Yalta.

Части Сарыкамышского отряда русской Кавказской А взяли пп. Чатах и Тоды; дальнейшее их наступление было остановлено войсками 3 А (тур.).
On January 6, the 3rd Army headquarters found itself under fire. The Russians captured the entire 28th Division. The 17th and 29th Divisions were taken prisoner. Eight senior officers including İhsan surrendered to the Russians. Among the captives, 108 officers and 80 soldiers transferred to Sarıkamış. Hafız Hakkı managed to safely reach the headquarters of X Corps. He was told that IX Corps had fallen into the hands of Russians and ordered a total retreat.
German aircraft began carrying out bombing raids on Warsaw.
January 6 or 15 – The German submarine U-12 departs Zeebrugge with a Friedrichshafen FF.29 seaplane lashed to her deck in an attempt to use submarines to carry seaplanes within range of England. The seaplane is forced to take off early, reconnoiters the coast of Kent, and has to fly all the way back to Zeebrugge when bad weather makes returning to U-12 impossible. It is the only German attempt to operate an aircraft from a submarine.

German S.S. “Dacia” (interned in the United States) sold to Mr. Breitung, an American citizen (see February 11th).

Lord Kitchener reviews the military situation in the House of Lords.

24-го декабря (6 января). Среда. Дневник в.к. Романова А.В.
  24 декабря генерал Рузский имел со мной довольно длинный разговор по этому поводу. Главное касалось вопроса артиллерийских патронов.


  Ввиду того, что я ехал в штаб Верховного, он просил меня переговорить о многом с Верховным главнокомандующим, что мне не удалось сделать за отсутствием времени. Я выехал в Ставку.

Georges Maurice Paléologue
Русские нанесли поражение туркам вблизи Сары-Камыша, на дороге из Карса в Эрзерум. Этот успех тем более похвален, что наступление наших союзников началось в гористой стране, такой же возвышенной, как Альпы, изрезанной пропастями и перевалами, которые часто превышают 2500 метров высоты; теперь там ужасный холод и постоянные снежные бури. К тому же – никаких дорог, и весь край опустошен. Кавказская армия совершает там каждый день изумительные подвиги.


Голос жизни № 11 24 декабрь 1914
Tags: coca-cola, competition crusade, crime, crony capitalism, history, holy war, marxism, war economy, бобик сдох, былое и думы, гейжопа, колбасники, против человечества
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