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Dardanelles

Konstantinopel, 9. März. (W. B. ) Aus dem Großen Hauptquartier wird gemeldet:
Gestern beschossen drei feindliche Panzerschiffe, ohne eine Wirkung zu erzielen, drei Stunden lang aus der Ferne mit langen Zwischenpausen die Forts von Smyrna, worauf sie sich zurückzogen. Vormittags setzten sie das ebenfalls wirkungslose Feuer eine Stunde lang fort. Diese beiden Beschießungen richteten keinen Schaden an und verursachten keinen Verlust.
Am Nachmittag beschossen vier englische Kriegsschiffe in Zwischenräumen unsere Batterien an den Dardanellen außerhalb der Treffweite unserer Batterien. Sie zogen sich dann, ohne ein Ergebnis zu haben, nach Tenedos zurück. Ein feindlicher Kreuzer im Golf von Saros, der die Umgebungen von Harab und Bulair beschoß, wurde von zwei Granaten auf der Brücke getroffen.
Als die Engländer versuchten, längs des Flusses Karun im Irak vorzugehen, erlitten sie eine neue Niederlage. Drei Bataillone englischer Infanterie mit zwei Schnellfeuerfeldgeschützen und zwei Berggeschützen, eine Maschinengewehrabteilung und eine Eskadron versuchten am 3. März, unsere Stellungen in der Gegend von Ahvaz anzugreifen. Nachdem unsere Truppen und Freiwilligen einen Gegenangriff unternommen und der Feind 400 Tote und Verwundete verloren sowie eine große Zahl von Gefangenen in unseren Händen zurückgelassen hatte, floh er durch den Karunfluß in Unordnung nach seinen südlich Berder und Naßhie festgemachten Schiffen. Unter den Toten befinden sich ein englischer Major und vier andere Offiziere. Wir erbeuteten zusammen mit allem Zubehör und Munition drei Kanonen, 500 Gewehre, 200 Pferde und eine große Menge Sanitätsmaterial. Unsere Verluste sind unbedeutend.

Petersburg, 9. März. (W. B.)
Die russische Schwarze Meer-Flotte hat Zunguldak beschossen. Die Beschießung verursachte einen großen Brand in der Stadt. Eine türkische Granate traf die russische Jacht „Almas“ und richten einen Brand an, der schnell gelöscht wurde. Drei Mann wurden schwer verwundet. Ein Leck unter der Wasserlinie wurde ausgebessert, die Schiffsmaschinen sind unbeschädigt.

British bombardment of Smyrna ends (see 5th and 15th).

M. Gounaris appointed Premier of Greece (see 6th, and August 22nd).

British Government reply to Greek Government as to occupation of Lemnos, pleading military necessity (see 7th and 20th).

  9 марта «Альбион», «Принс Георг» и «Иррезистебл» обстреляли развалины форта Кум-Кале. Ночное траление в очередной раз не удалось.

  С Дарданелльской операцией была связана блокада Смирны, которой предшествовала 4-дневная (с 5 по 8 марта) бомбардировка фортов, производившаяся отрядом в составе старых британских ЛК «Трайэмф» и «Свифтшур» и броненосного крейсера «Юриалус». Успех был незначительный; правда, и потери были ничтожны: 1 чел. убитый, 7 чел. раненых. К батареям нельзя было приблизиться из-за минных заграждений, а заграждения нельзя было протралить из-за батарей. 9 марта был протрален проход до дистанции 15 каб. от главного форта, вслед за чем начались переговоры с турецким губернатором, которые привели к весьма ненадёжному перемирию.
Smyrna
Operations were now suspended; for next day (March 9) a reply was expected from the Vali. The two battleships therefore closed the forts flying a flag of truce and the signal to communicate, but shortly after noon one of the batteries fired on the Triumph, and the ships were recalled. Till 3.0 p.m. they awaited the reply, and then, after a seaplane reconnaissance, the two ships began deliberate fire on the offending fort. In half an hour, however, a boat came out from Vourlah under a flag of truce with an envoy from the Vali, and they desisted. The envoy explained the regrettable incident as a misunderstanding on the part of the officer of the battery, and an amicable conversation ensued. Admiral Peirse offered to undertake not to attack the town or harm it in any way if the forts and batteries were surrendered for demolition and a passage cleared through the minefield, so as to give free access to the port.

Tschanak-Kaleh (Dardanellen), 9. März.
Der Vertreter des Wolff-Bureaus erfährt über die Vorgänge des 3. März verlässig folgendes:
Der Feind beschoß die Außenforts Kum-Kaleh und Sed-ül-Bahr durch 8 bis 10 Schiffe mit etwa 1000 Granaten und Schrapnells vom Morgen bis zum Abend. Yeni Schehr und Kum-Kaleh waren den ganzen Tag in Flammen und Rauch gehüllt. Trotzdem wich die türkische Infanterie keinen Schritt zurück. Unter dem Schutze des Feuers der Schiffe erreichten kleine feindliche Truppenkörper das Land. Türkische Infanterie ging mit Gewehrfeuer und Handgranaten vor, während das feindliche Landungskorps durch Schiffsbesatzungen auf etwa 400 Mann stieg. Das mörderische türkische Feuer zwang bei Sonnenuntergang das Landungskorps zum Rückzug. Die Verluste des Feindes betrugen 70 bis 80 Mann. Die Türken beobachteten, wie die Engländer die Gefallenen ins Meer warfen. Die türkischen Truppen verdanken diesen Erfolg der großen Tapferkeit und Kaltblütigkeit und ihrer meisterhaften Führung. Bei Sedd-ül-Bahr landete der Feind 60 Mann, die der Unteroffizier Mustapha Oghlou Mehmed mit 20 Mann im Bajonettkampf zurückschlug. Die gesamten türkischen Verluste in beiden Kämpfen betragen 6 Tote und 35 Verwundete. Kum-Kaleh sowie die ganze Küste ist von Türken besetzt.
Über die Kämpfe vom 7. März meldet derselbe Korrespondent:
Zwei englische Schiffe vom „Agamemnon“ und eines vom „Nelson“-Typ sowie französische Linienschiffe eröffneten mittags neuerdings das Feuer gegen das Fort Meschidie, mit einem Hagel von Geschossen größten Kaliber, worauf das gegenüberliegende Fort Hamidie mit dem schwersten Geschütz eingriff. Gleich bei den ersten Schüssen erzielte es drei Treffer, die das feindliche Schiff zwangen, die Feuerlinie zu verlassen, was von der Mannschaft des Forts mit einem freudigen Hurra begrüßt wurde. Sogleich richtete der Feind ein heftiges Feuer gegen das Fort Hamidie. 35 Zentimeter-Geschosse durchheulten die Luft, Explosionen machten die Erde erbeben, die Häuser der ganzen Stadt Tschanak-Kaleh erzitterten. Zu kurz gefallene Geschosse wühlten riesige Wasserhosen auf. Nach einem vierstündigen heftigen Artilleriekampf dampfte der Feind dem Ausgang der Dardanellen zu. Obgleich auf feindlicher Seite 400 Schüsse abgefeuert worden waren, ist das Fort Hamidie unbeschädigt, nur eine verlassene Kaserne wurde beschädig. Unzählige Granatsplitter liegen umher.

Konstantinopel, 9. März. (W. B.)
Die russische Flotte bestehend aus fünf Linienschiffen, drei Kreuzern, zehn Torpedobooten und mehreren Dampfern, ist am 7. März vormittags vor den Kohlenhäfen des Eregli–Gebietes an der Südküste des Schwarzen Meeres erschienen und hat die Hafen Zunguldak, Koslu, Eregli und Alabli beschossen. Auf Zunguldak wurden über 1000 Schuß abgegeben. Ein Dampfer wurde versenkt. In Koslu gerieten einige Häuser in Brand. In Eregli, auf das über 500 Schuß abgegeben wurden, wurden vier Dampfer, ein Segler zum Sinken gebracht, darunter ein italienischer und ein persischer Dampfer. Zwei weitere Dampfer wurden beschädigt. (Die erwähnten Ortschaften liegen alle in der Nähe von Zunguldak, wo die russische Flotte schon einmal die Anlagen der französischen Bergwerksgesellschaft beschossen hat. D. Red.)
Tags: banksters, crime, crony capitalism, history, navy, war economy, англичанка гадит, британские учёные, матрац, мелкобританцы, против человечества
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promo flitched9000 april 27, 2013 20:19 5
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